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Digitalisierungsminister Wildberger,Infineon-Chef Hanebeck und Sachsens Ministerpräsident Kretschmer in Dresden

Foto: Ronny Hartmann / AFP

Der deutsche Chiphersteller Infineon hat eine neue Produktionsstätte in Dresden eröffnet,die für rund fünf Milliarden Euro entstanden ist. Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens,wie Vorstandschef Jochen Hanebeck sagte. Mit der Smart Power Fab soll sich die Kapazität am Standort verdoppeln. Die Fabrik schafft etwa 1000 neue Arbeitsplätze.

Im neuen Werk will Infineon Leistungshalbleiter herstellen,die unter anderem für Elektroautos,erneuerbare Energien,Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden. Die Chips entstehen auf 300-Millimeter-Wafern. Infineon will seinen Ausstoß in Dresden damit verdoppeln. Das Werk wurde drei Monate vor dem Plan eröffnet.

»Mit der Smart Power Fab schaffen wir dringend benötigte Kapazitäten für Schlüsseltechnologien der Zukunft – von der Energieversorgung in KI-Rechenzentren über software-definierte Fahrzeuge bis hin zu erneuerbaren Energien«,sagte Jochen Hanebeck,Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG. Man setze einen wichtigen Impuls,um die globale KI-Revolution zu ermöglichen und Lieferketten in kritischen Industrien abzusichern.

Bis zu 40 Prozent des Umsatzes gehen in Fabriken und Forschung

Hanebeck bezeichnete die Investition als Impuls für Deutschland und Europa. »Sie zeigt,was möglich ist,wenn wir mutig sind und Wirtschaft,Politik und Gesellschaft an einem Strang ziehen.« Infineon investiere jedes Jahr 30 bis 40 Prozent des Umsatzes in Fabriken sowie in Forschung und Entwicklung. Fast jeder zweiten Euro davon fließe in den Heimatstandort Deutschland. Unternehmen bräuchten Planungssicherheit,Flexibilität und Tempo,etwa wenn sie sich um Förderprojekte bewerben. »Das müssen wir im neuen European Chips Act und in den Important Projects of Common European Interest noch besser verankern. Mehr Tempo,weniger Bürokratie«,sagte Hanebeck. Man wolle Europa als Halbleiterhub weiter stärken.

Dabei floss schon so bereits jede Menge Steuergeld in die Infineon-Ansiedlung in Dresden: fast eine Milliarde Euro. Man könnte auch sagen,jeder Arbeitsplatz wird mit rund einer Million Euro subventioniert. Lesen Sie hier mehr zur Frage,ob sich das lohnt.

Anders als in Sachsen-Anhalt,wo die Pläne für eine Chipfabrik des US-Herstellers Intel zuletzt krachend gescheiterert sind,gilt »Silicon Saxony«,die Region um Dresden,seit Jahren als Hauptpfeiler der europäischen Chipindustrie. Auch der taiwanische Konzern TSMC baut dort sein erstes europäisches Werk,das zehn Milliarden Euro teure Vorhaben soll Ende nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen.

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Die Eröffnung der Dresdner Smart Power Fab,der weltweit größten Fabrik für Leistungshalbleiter,sei beispielhaft,sagte Merz. »Sie haben gezeigt,wie es vorangehen kann in unserem Land. Das wird jetzt der Regelfall,das wird jetzt der Normalfall.« Die Subventionen allerdings,die dürfte er dabei vermutlich weniger vor Augen gehabt haben.

Kretschmer fordert mehr Tempo im internationalen Wettbewerb

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wiederum verlangte trotz der Eröffnung mehr Tempo bei Ausbau der Halbleiterindustrie in Europa. Europa habe das Ziel,20 Prozent Weltmarktanteil an der Chipherstellung zu erlangen. Derzeit seien es deutlich unter zehn Prozent. »Weil andere stärker wachsen als wir. Wir müssen uns diesem Wettbewerb stellen. Wir müssen den Rücken gerade machen. Wir müssen gegen diesen Trend arbeiten«,sagte der CDU-Politiker.

apr/dpa

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