Autokonzern in der Krise VW-Gewinn ist 2025 um fast die Hälfte eingebrochen
03-11 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-gewinn-2025-um-knapp-die-haelfte-eingebrochen-a-ac4d3e91-e9c1-4227-811f-7626be09faa9 HaiPress


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VW-Chef Blume: Konzernergebnis vor Steuern auf 6,9 Milliarden Euro gesunken
Foto: Hannibal Hanschke / EPA
Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um fast die Hälfte eingebrochen. Das teilte Europas größter Autohersteller am Dienstag mit.
Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken. Auch der Umsatz war demnach niedriger als noch im Jahr davor,er ist um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro gesunken.
Die Dividende soll mit 5,26 Euro je Vorzugsaktie 17 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen.
Porsche und US-Zölle belasten Ergebnis
Im Schlussquartal lief es für die Wolfsburger besser als in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres. Im dritten Quartal hatte VW mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Schuld daran waren hauptsächlich die Belastungen beim Tochterunternehmen Porsche wegen des Strategieschwenks zur Verbrennerverlängerung. Hinzu kamen milliardenschwere Kosten infolge der US-Zölle.Finanzchef Arno Antlitz sagte,das Jahr sei von geopolitischen Spannungen,Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität geprägt gewesen. Die Restrukturierung bei dem Unternehmen zeige zwar Fortschritte,und der Netto-Cashflow sei besser ausgefallen als erwartet. »Das aktuelle Ergebnisniveau von bereinigt 4,6 Prozent vor Restrukturierung reicht aber langfristig nicht aus.«
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Dazu kämen die Restrukturierungsprogramme bei Volkswagen,Audi und der Softwaretochter Cariad. »Ohne Kostendisziplin und Sparprogramm wäre die Lage noch dramatischer«,erklärte die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo.
Für das laufende Jahr rechnen die Wolfsburger mit einem Umsatzplus von bis zu drei Prozent. Auch die operative Rendite soll um bis zu 5,5 Prozent steigen,was eine deutliche Verbesserung zu den 2,8 Prozent im vergangenen Jahr darstellen würde.
tsc/dpa/Reuters/AFP